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Bundesweit sind Jahr für Jahr zahlreiche Krankheitsausbrüche durch Noro-Infek-tionen in verschiedenen Gemeinschaftseinrichtungen z. B. Seniorenheimen, Krankenhäusern, Kindergärten zu verzeichnen. Die hohen Infektionsraten in Gemeinschaftseinrichtungen stellen eine besondere Gefahr für das Personal und die Aufrechterhaltung geordneter Betriebsabläufe dar. Die größte Rolle bei der Übertragung spielt dabei die direkte Weitergabe des Virus von Mensch zu Mensch. Noro-Viren werden maßgeblich über den Stuhl des Menschen ausgeschieden. Allerdings können Infektionen auch von kontaminierten Speisen, Getränken oder Gegenständen ausgehen und wie Untersuchungen gezeigt haben über die Hände.
Das Robert-Koch-Institut rechnet auch in diesem Winter erneut mit einer massiven Zahl von Infektionsfällen durch das hochansteckende Noro-Virus. Die Infektion mit Noro-Viren ist meldepflichtig, allerdings wird längst nicht jeder Ausbruch auch diagnostiziert.
Das auch unter dem Namen Norwalk bekannte Noro-Virus wird sehr leicht übertragen. Eine spezifische Prophylaxe steht nicht zur Verfügung. Beim Auftreten eines Ausbruches gilt es durch strengste Einhaltung der Hygieneregeln Kontaktinfektionen zu vermeiden.Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen gehören unter anderem das Tragen von Handschuhen und Schutzkitteln. Auch darf nicht auf die konsequente Durchführung der Händedesinfektion verzichtet werden. Hierbei ist zu beachten, das nur ausgewählte Produkte (z.B. Desderman® N) mit einer nachgewiesenen Wirksamkeit gegen Noro-Viren eingesetzt werden dürfen.
Auch sollten ausschließlich Präparate mit einer hohen Hautverträglichkeit ausgewählt werden da eine effektive Abtötung der Noro-Viren auf den Händen nur bei längeren Einwirkzeiten (meistens 2 Minuten) gewährleistet ist. Von besonderer Bedeutung ist auch die Desinfektion von kontaminierten Flächen, insbesondere in Sanitärbereichen. Dabei ist zu beachten, dass ebenfalls nur Präparate eingesetzt werden sollen, die über eine nachgewiesene Viruswirksamkeit verfügen (z.B. Terralin ® protect). Andere Möglichkeiten, einer Krankheit vorzubeugen, gibt es nicht.
Die Erkrankung beginnt mit abrupt einsetzendem heftigem Erbrechen und Durchfall. Bauch- und Kopfschmerzen gehören ebenfalls zu den Symptomen. Fieber tritt nur selten auf. Die Symptome klingen normalerweise spätestens nach 42 Stunden wieder ab. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit liegen höchstens drei Tage. Während der akuten Erkrankung und bis zu zwei Tage danach kann der Patient andere Menschen anstecken. |