| Im Zusammenhang mit der Preisverleihung und Vergabe der Hygieia-Medaille führte die Rudolf Schülke Stiftung in Hamburg eine zweitägige Arbeitstagung zum Thema „The Future of Hygiene and Public Health in Europa – Needs, Challenges, Strategies and Concepts“ durch.
Teilnehmer waren Hygieniker und Mikrobiologen aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Skandinavien, Polen, der Tschechischen Republik, den Niederlanden, England und Italien. Zunächst stellten die Teilnehmer die Situation der Hygiene und des Öffentlichen Gesundheitswesens in ihren eigenen Ländern vor. Im Anschluss daran wurde das Thema ganzheitlich betrachtet.
Für den medizinischen Bereich lässt sich für die verschiedensten Europäischen Länder gleichermaßen feststellen, dass ein Defizit von kompetenten Nachwuchskräften besteht. So wurde einheitlich von den Teilnehmern gefordert, bereits während des Studiums den Medizinstudierenden vermehrt grundlegende Kenntnisse auf den Gebieten der Infektionen zu vermitteln, die über Wasser, Nahrungsmittel und im Krankenhaus übertragen werden sowie sie über Maßnahmen des Infektionsschutzes (Impfungen) zu informieren. Besonderer Wert sollte dabei auf die Verwendung neuer Unterrichtsmethoden mit der aktiven Einbindung der Studierenden bei der Problemlösung (Problemorientiertes Lernen) gelegt werden.
Ferner wurden zentralere nationale sowie internationale Strukturen und Organisationsformen gefordert, um Maßnahmen zur Hygiene wirksam und umfassend umsetzen zu können. Es wurde festgestellt, dass ein intensiver, länderübergreifender Informationsaustausch dabei für alle Beteiligten von Nutzen wäre
Ein ausführliche Darstellung der Ergebnissen der Arbeitstagung wird Anfang 2008 in ausgewählten Fachzeitschriften publiziert.
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