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Technischer Kundendienst

14/ Praxiswäsche

 

Textile Praxiskleidung

Die üblicherweise in der Praxis getragene Kleidung ist eine berufsspezifische Kleidung mit eingeschränkter Schutzfunktion. (z.B. Kittel, Hose, Kasak, T-Shirt)

Sonstige Textilien

Handtücher, Abdecktücher, Umhänge

Mikrobielle Kontamination und Verschmutzung

Die Praxiswäsche kann kontaminiert und verschmutzt werden durch

    • Aerosol und Spritzer während der Behandlung
    • direkten Kontakt mit Patienten sowie mit kontaminierten Materialien, Gegenständen oder Flächen
    • Reinigungs- und Wartungsarbeiten
    • unsachgemäße Aufbewahrung
       

Deshalb ist zu beachten:

Wäschewechsel

  • Der Wechsel der textilen Praxiskleidung hat mindestens zweimal wöchentlich zu erfolgen. Der tägliche Wechsel ist empfehlenswert. Bei sichtbarer Verschmutzung (z.B. Blut) muss die Praxiskleidung nach Beendigung der Behandlung des Patienten gewechselt werden.
     
  • Nach der Behandlung eines Patienten mit bekanntem Infektionsrisiko (z.B. HBV-/HCV-Carrier, HIV-Positive) ist die Praxiskleidung unbedingt zu wechseln.
     
  • Sonstige Textilien (Tücher, Umhänge usw.) müssen nach jedem Patienten gewechselt werden.
     
  • Nach dem Umgang (Ablegen, Sammeln) mit kontaminierter Praxiskleidung soll eine hygienische Händedesinfektion durchgeführt werden.
     

Aufbereitung textiler Praxiskleidung und sonstiger Textilien

  • Bei der Wäscheaufbereitung muss auf den persönlichen Schutz der damit befassten Personen geachtet werden. Nach dem Kontakt mit kontaminierter Wäsche soll eine hygienische Händedesinfektion durchgeführt werden.
     
  • Benutzte Wäsche ist in ausreichend widerstandsfähigen und dichten Behältern oder Säcken getrennt nach Art des vorgesehenen Waschverfahrens (thermisch oder chemothermisch) zu sammeln. Ein eventuell notwendiger Transport der Wäsche z.B. in eine Wäscherei muss in geschlossenen Behältern oder Säcken erfolgen.
     
  • Die Wäsche kann in der Zahnarztpraxis selbst oder in einer Wäscherei gewaschen werden.
     
  • Sofern die Wäsche in einer Wäscherei gewaschen wird, ist diese darüber zu informieren, dass es sich um kontaminierte Wäsche handelt.
     
  • Im Allgemeinen kann die Aufbereitung der Wäsche mit Haushaltswaschmitteln in Haushaltswaschmaschinen im so genannten Kochwaschgang erfolgen (thermisches Waschverfahren).
     
  • Waschprogramme in Haushaltswaschmaschinen bei einer Temperatur unter 90 °C werden mit einem VAH-zertifizierten Waschmittel durchgeführt (chemothermisches Einbadverfahren).
     
  • Chemothermische Einbadverfahren finden sich in der jeweils aktuellen VAH-Liste.
     
  • Wäsche, die von der Behandlung eines Patienten stammt, von dem ein erhöhtes Infektionsrisiko ausgeht, ist getrennt zu erfassen und entweder den thermischen oder chemothermischen Waschverfahren zuzuführen.
     
  • Der Transport der sauberen Praxiswäsche muss zur Verhinderung einer Rekontamination hygienisch erfolgen.
     
  • Muss Wäsche steril zum Einsatz kommen, so ist nach vorangegangenem Waschgang ihre Aufbereitung in einem geeigneten Dampfsterilisator in einer sachgerechten Verpackung durchzuführen.
     

Aufbewahrung der Praxiswäsche

  • Aufbereitete Praxiswäsche wird in geschlossenen Schränken, Schubladen oder Behältern staubgeschützt und trocken gelagert. Eine Lagerzeit von 6 Monaten ist möglich. Die aufbereitete Wäsche darf nicht mit kontaminierter Wäsche in Kontakt kommen.
     
  • Benutzte Wäsche, die weiterverwendet werden soll, ist getrennt von Privatkleidung und Frischwäsche aufzubewahren.
     

Neuanschaffung von Praxiswäsche

  • Bei der Wäschebeschaffung ist darauf zu achten, dass die Textilien für die vorstehend genannten Aufbereitungsverfahren geeignet sind. Außerdem ist ein Gewebe zu wählen, das eine hohe Keimdichtigkeit besitzt.
     
  • Im Allgemeinen ist kurzärmelige Praxiskleidung zu empfehlen. Dabei ist die hygienische Hände-desinfektion auf die Unterarme auszudehnen. Langärmelige Kleidung mit einem ausreichenden Armabschluss soll bevorzugt werden, wenn ein Patient behandelt wird, von dem ein erhöhtes Infektionsrisiko ausgeht oder wenn Verletzungen am Unterarm vorhanden sind.
     

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