
Zur Schutzausrüstung gehören:
Schutzkleidung Schürzen Kopfbedeckungen Patientenumhänge Abdecktücher Schutzhandschuhe Mund-Nasen-Schutz, Atemschutz Brillen und Schutzschilde Schuhe und Überzüge.
Schutzkleidung:
Da textile Praxiskleidung nur eine eingeschränkte Schutzfunktion hat, ist wegen der Möglichkeit mikrobieller Kontamination ein zusätzlicher Schutz notwendig.
Schutzkleidung muss die Vorderseite des Rumpfes bedecken. Das Gewebe muss eine hohe Keimdichtigkeit aufweisen. Die Schutzkleidung muß flüssigkeitsdicht sein, wenn die Gefahr der Durchnässung besteht. Bei Behandlung von Patienten, von denen ein erhöhtes Infektionsrisiko ausgeht, ist die Schutzkleidung unmittelbar nach der Behandlung zu wechseln. In solchen Fällen empfiehlt es sich, Einmal-Schutzkleidung zu verwenden.
Nach dem Ablegen der kontaminierten Schutzkleidung ist eine hygienische Händedesinfektion durchzuführen.
Haarschutz
Bei umfangreichen chirurgischen Eingriffen mit besonderem Risiko für den Patienten sollen Kopfbedeckungen getragen werden. Sie sollen vor allem in der Stirngegend dicht anliegen.
Patientenumhänge
Patientenumhänge dienen dem Schutz der Patientenkleidung gegen Verschmutzungen und mikrobielle Kontamination während der Behandlung. Patientenumhänge sind nach jeder Behandlung zu wechseln. Einmalumhänge werden empfohlen.
Abdecktücher
Abdecktücher dienen dem Schutz der Arbeitsmittel (Ausrüstung). Sie sind angebracht, wenn schwierig zu reinigende und zu desinfizierende Flächen mit Blut, Speichel oder Eiter kontaminiert werden können. Die Abdeckmaterialien sind nach der Behandlung hygienisch aufzubereiten oder zu entsorgen. Sterile Abdecktücher sind erforderlich, wenn sterile Handschuhe angelegt werden oder zur Abdeckung des Patienten bei chirurgischen Eingriffen. Bei der Abnahme der Tücher muß eine Verwirbelung der anhaftenden Partikel vermieden werden.
Schutzhandschuhe
Schutzhandschuhe aus ungepudertem Latex oder antiallergischen Kunststoffen werden in Kapitel 08/ Handschuhe gesondert behandelt.
Textile Unterziehhandschuhe dienen zum Schutz der Epidermis gegen Belastungen durch Schutzhandschuhe. Sie sollten zusammen mit den Schutzhandschuhen gewechselt werden.
Mund-Nasen-Schutz
Mund-Nasen-Schutz (MNS) dient dem Schutz des Patienten vor oralen oder nasopharyngealen Keimen des Behandlungsteams.
Der MNS als Atemschutz für den Träger ist nicht nur von der Filterleistung abhängig, sondern auch von ihrem Dichtsitz.
Der MNS ist nach jeder Behandlung und nach Durchfeuchtung zu wechseln. Das Herunterstreifen der Mund-Nasenmasken unter das Kinn zwischen zwei Behandlungen führt durch Umstülpen zur Kontamination der Gesichtshaut.
Schutzbrillen und –schilde
Schutzbrillen und –schilde dienen zum Schutz der Augen gegen Spritzer und feste Partikel. Unten vom Gesicht abstehende Schutzschilde ersetzen nicht den Atemschutz.
Schutzbrillen müssen optisch korrekt sein. Sie sollen eine seitliche Abdeckung haben.
Schutzbrillen und –schilde werden mit alkoholischen Flächendesinfektionsmitteln durch Sprühen/Wischen desinfiziert.
Schuhe und Überzüge
Überzüge über Praxisschuhe werden nach jeder Behandlung gewechselt.
Die Desinfektion von Schuhen erfolgt mittels Flächendesinfektionsmitteln. Überzüge sind Einmalartikel.
Aufbereitung der übrigen Teile der Schutzausrüstung
Textile Teile der Schutzausrüstung werden wie textile Praxiskleidung aufbereitet (siehe Praxiswäsche).
Mund-Nasen-Schutz, Atemschutz, Schürzen aus Vliesmaterial, Kopfbedeckungen, Patientenumhänge, Handschuhe und dergleichen sollten nicht aufbereitet, sondern als Einmalprodukte verwendet werden.
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